igft Institut für Gesundheitsforschung und -technologie

Herzlich Willkommen beim Institut für Gesundheitsforschung und -technologie 

Das Institut für Gesundheitsforschung und - technologie (igft) ist ein In-Institut der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar). Das interdisziplinär ausgerichtete Forschungsinstitut vereint Kompetenzen aus

  • Pflege- und Gesundheitswissenschaften
  • Sozialwissenschaften
  • Gesundheitsökonomie
  • Biometrie und Statistik
  • Informations- und Kommunikationstechnologie

Es forscht und berät zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen:

Der pflege- und sozialwissenschaftliche Fokus liegt auf der Analyse, Weiterentwicklung und Evaluation gemeindenaher personenbezogener Dienstleistungsstrukturen im Hinblick auf zukünftige gesundheitliche und pflegerische Versorgungsbedarfe einer älter werdenden Bevölkerung.

Im Schwerpunkt Interregionale Netzwerke steht der Ausbau grenzüberschreitender Forschungs- und Bildungsaktivitäten im Gesundheitswesen im Vordergrund. Es werden u.a. Weiterbildungsangebote für Akteure der Großregion entwickelt und Forschungsprojekte begleitet.

Im Rahmen des betrieblichen Demographie-Managements werden Forschung und Beratung zu älter werdenden Arbeitskräften in Unternehmen durchgeführt. Betriebliche Rahmenbedingungen sind so zu gestalten, dass die Beschäftigungsfähigkeit über das Arbeitsleben erhalten bleibt. Das igft bietet eine unternehmensspezifische Ist- Analyse und zertifizierte Demographie-Beratung zur Entwicklung konkreter Maßnahmen und Strategien.

Der Schwerpunkt Ambient Assisted Living (AAL) bildet die innovative Schnittstelle Technik und Sozialwissenschaften ab. Das igft begleitet Projekte zur Verknüpfung von innovativen Technologien und Dienstleistungen, zum Nutzen und zur Nutzerakzeptanz von AAL-Lösungen sowie zu technikunterstütztem Wohnen.

 

Versorgung von Menschen mit Demenz auf dem Bauernhof (Green Care Farms)

Die stetig steigende Anzahl an Menschen mit Demenz stellt eine Herausforderung für die soziale und gesundheitliche Versorgung dar. Insbesondere die Versorgung abseits traditioneller Ansätze gerät in jüngster Vergangenheit immer wieder in den Fokus der öffentlichen Diskussion. Als eine alternative Betreuungsform, auch für Menschen mit Demenz, hat sich in vergangenen Jahren das Konzept der Green Care Farmen (GCF) entwickelt. Allerdings werden in Deutschland unterschiedliche Konzepte angewendet. Daher soll diese Studie dazu dienen, den Ansatz, Menschen mit Demenz auf dem Bauernhof zu versorgen, zu beschreiben. Zunächst wird im Rahmen einer systematischen Literaturarbeit das verfügbare Wissen zu diesem Konzept zusammengetragen. Anschließend erfolgt eine empirische Untersuchung dieses neuartigen Versorgungsansatzes. Besonders interessiert dabei, welche Versorgungsformen (ambulant, stationär,...) kommen zur Anwendung und wie viele derartige Angebote gibt es deutschlandweit und wie ist deren regionale Verteilung. Damit soll mehr Transparenz bezüglich der positiven Auswirkungen dieser Versorgungsform aber auch möglicher Herausforderungen geschaffen werden und Grundlagen für eine bessere zukünftige informierte und fundierte Angebotsauswahl durch Betroffene und deren Angehörige legen.

Das Projekt wird von der htw saar als Forschungs- und Entwicklungsprojekt gefördert.

Projektleitung: Prof. Dr. Johannes Gräske unter Mitarbeit von Katja Nisius, B.A. Management und Expertise im Pflege- und Gesundheitswesen

Prozessevaluation des Innovationsfondprojekts "SaarPHIR - Saarländische Pflegeheimversorgung Integriert Regelhaft"

Das Innovationsfondprojekt "SaarPHIR - Saarländische Pflegeheimversorgung Integriert Regelhaft" hat zum Ziel, die medizinisch-pflegerische Versorgung von Bewohnern in Pflegeheimen zu optimieren. Die neue Versorgungsform beinhaltet u.a. die Bildung regionaler Versorgerteams durch niedergelassene Ärzte, unterstützt durch die Kassenärztliche Vereinigung des Saarlandes. Die Saarländische Pflegegesellschaft unterstützt ihrerseits die Pflegeeinrichtungen darin, dass geschulte Pflegefachkräfte als Ansprechpartner für die Ärzte zur Verfügung stehen. Gemeinsam sollen bei Bedarf Versorgungspläne mit Arzneimitteltherapieprüfung für die Bewohner entwickelt und in gemeinsamen Fallbesprechungen die ärztlich-pflegerische Zusammenarbeit gestärkt werden.

Weitere Informationen zum Projekt finden sich hier.

Die neue Versorgungsform wird schrittweise in den interessierten Pflegeeinrichtungen eingeführt und wissenschaftlich begleitet. Ziel der Evaluation ist es aufzuzeigen, ob die neue Versorgungsform zu einer Weiterentwicklung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung beitragen kann. Um das Wirk- und Weiterentwicklungspotenzial dieser komplexen Intervention vollständig einschätzen zu können, ist es wichtig, bei der Entwicklung, Umsetzung und regelhaften Verstetigung eine breite Erfahrungs- und Wissensbasis zu schaffen.

Die Evaluation adressiert im Rahmen der Prozessevaluation die Struktur- und Prozessebene. Die Bewertung der Wirksamkeit erfolgt im Rahmen einer prospektiven, Cluster-randomisierten, kontrollierten Studie (C-RCT) im Parallelgruppendesign.

An der Evaluation sind insgesamt drei Evaluationsinstitute beteiligt:

  • Bergisches Kompetenzzentrum für Gesundheitsökonomik und Versorgungsforschung / Bergische Universität Wuppertal (Wirksamkeitsevaluation)
  • Institut für Gesundheitsforschung und -technologie der htw saar (Prozessevaluation)
  • Universität des Saarlandes / Klinische Pharmazie (Arzneimitteltherapiesicherheit)

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Innovationsfonds zur Förderung von neuen Versorgungsformen.

Projektleitung Prozessevaluation: Prof. Dr. Martha Meyer / Prof. Dr. Iris Burkholder


Das igft ist ein In-Institut der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes / University of Applied Sciences


FITT - Institut für Technologietransfer an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes gGmbH